EM Gruppe D Quoten & Tipps

Gruppe D

Die Gruppe D ist eine Zusammenstellung, die ziemliches Knall-Potenzial in sich trägt. Nachdem die Spanier aus der Weltmeisterschaft 2014 geschossen wurden, geht es in erster Linie um Wiedergutmachung. Für die Tschechen ist es ein Versuch, alte Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Türken und die Kroaten, beide sowohl zweikampfbetont als auch technisch versiert, gelten als Geheimfavoriten bei der Europameisterschaft.

Tschechien

Trainer Pavel Vrba, seit Januar bei den Tschechen tätig, hat es endlich geschafft, eine gewisse Leistungkonstanz bei seiner Mannschaft zu bewirken. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft 1976 konnten die Tschechen nie mehr wirklich an die Erfolge vergangener Zeiten anknüpfen. Das gipfelte in dem Verpassen der Weltmeisterschaft 2014. Die Qualifikation zur Hauptrunde der EM in Frankreich hingegen absolvierte das Team mit Bravour und qualifizierte sich noch vor der Türkei und den Niederlanden. Torwartlegende Petr Cech zählt zu den bekanntesten Spielern der Nationalef.

Er wechselte zu Beginn der vergangenen Saison vom FC Chelsea zum Stadtrivalen Arsenal und knüpfte direkt an seine gewohnt außergewöhnlichen Leistungen an. Aus der Bundesliga findet sich Vladimir Darida vom Hauptstadtklub Hertha BSC im Aufgebot, der genau wie das gesamte Team der Berliner eine geniale Hinrunde zeigte, zur Rückrunde jedoch in seiner Leistung einbrach. Ob er zu alter Form zurückfindet, ausgerechnet zur EM 2016, wird sich zeigen. Die Tschechen sind trotz ihrer starken Qualifikation, das kaderbezogen wahrscheinlich schwächste Team aus der Gruppe D. Generell lässt das aber keine Aussage darüber zu, ob sie auch als erste ausscheiden. Sie ähneln in ihren Leistungssprüngen dem, was der deutschen Elf “vorgeworfen” wird – nämlich, eine Turniermannschaft zu sein.

Türkei

Die Türken sind wie gewohnt mit feinsten Technikern und leidenschaftlichen Zweikämpfern ausgestattet. Wie bei jedem Turnier erwartet man großes vom Team, das aber immer wieder mit Leistungseinbrüchen zu kämpfen hat. Für die Europameisterschaft schaffte man die Qualifikation aus eigener Kraft und musste nicht auf Schützenhilfe anderer Mannschaften hoffen. Star und Kapitän der von Fatih Terim trainierten Türken ist Arda Turan vom FC Barcelona, der nach der dem Verein auferlegten Sperre in der Rückrunde der spanischen Liga endlich Spielpraxis sammeln konnte.

Aus der Bundesliga sind Shootingstar Yunus Malli von den Mainzern, Mittelfeldkoordinator Nuri Sahin vom BVB und Freistoßspezialist Hakan Calhanoglu von der Werkself aus Leverkusen dabei. Eigentlich bestehen beste Voraussetzungen, an den bisher größten Erfolg bei einer EM, der Halbfinal-Teilnahme 2008, ähnliche Taten folgen zu lassen. Wichtig für Terim wird die strukturelle Sicherheit der taktischen Aufstellung sein. Verstehen sich die einzelnen Mannschaftsteile und greifen die Mechanismen wie Umschaltspiel und Co. automatisch ineinander, dürften die Türken ein nur schwer zu bezwingender Gegner sein.

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Kroatien

Niko Kovac ist als verantwortlicher Trainer während der Qualifikation für die EM 2016 nach drei sieglosen Spielen entlassen worden. Auf ihn folgte Ante Cacic, der die Leistung der Nationalelf nach der Entlassung des nun neuen Frankfurt-Trainers stabilisierte. Mit Ach und Krach gelang noch die erfolgreiche Qualifikation, was auch einen entsprechenden Einblick bringt in das, womit die Kroaten immer wieder zu kämpfen haben. Neben Spannungen unter Mitspielern und auch innerhalb des Verbands, gelingt es den ausnahmslos talentierten Spielern selten, ihr Potenzial im Nationalteam verlässlich auszuschöpfen.

Ein Beweis liefert der Blick auf die Starspieler der Kroaten. Neben Luca Modric und Mateo Kovacic von Real Madrid stehen noch Ex-Schalker Ivan Rakitic von Barca und Ex-Borusse Ivan Perisic von Inter Mailand im Aufgebot. Eigentlich eine Offensivabteilung, wie ein jeder Trainer sie sich wünscht. Die gewohnt defensiv starken Kroaten sind in der Schaltzentrale als auch im Sturm herausragend besetzt. Dennoch reichte die Leistung bisher nicht, sich als Geheimfavorit wirklich überzeugend in Stellung zu bringen, was aber spätestens mit ihrem ersten Spiel bei der Europameisterschaft gegen die Türkei gelingen muss. Gerade für das Eröffnungsspiel der Gruppe D ist also für ordentlich Explosionsgefahr gesorgt.

Spanien

Europameister 2008 und 2012, dazwischen Weltmeister geworden – die Spanier sind Top-Favorit auf einen Titel. Das solch ein Anspruch aber auch einmal eine Bürde sein kann, ist spätestens seit der Weltmeisterschaft 2014 klar, als “La Furia Roja” alles andere als furios auftrat, sich vielmehr sang- und klanglos aus der Vorrunde verabschiedete. Im Gegensatz zu den normalen Gesetzmäßigkeiten des schnelllebigen Fußball-Business wackelte der Stuhl von Chefcoach Vicente del Bosque hingegen nicht. Vielmehr wurde sich der Mund abgeputzt und das ganze Erlebnis als Betriebsunfall abgetan. Spanien erreichte in der Quali ohne Probleme den ersten Platz, und das mit einem Torverhältnis von 23:3.

Wiedererstarkt geht es nun nach Frankreich, mit einem gewohnt facettenreich bestücktem Mittelfeld. Busquets, Fàbregas und Iniesta sind wie immer mit dabei, überraschend schaffte es auch der verletzungsanfällige Thiago vom FC Bayern in den Kader, trotz einer durchwachsenen Saison. Für Iker Casillas wird es die letzte Europameisterschaft werden, mit David de Gea von Manchester United steht sein Nachfolger bereits in den Startlöchern. Ob sich del Bosque traut, den zuletzt wackeligen Casillas durch de Gea zu ersetzen und die Verjüngung der Nationalelf weiter voranzutreiben? Die Qualitäten im Jugendbereich durch die sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit von Real, Barca und Co. sind auf jeden Fall vorhanden.

Wettquoten Gruppe D

Das erste Spiel der EM-Vorrunde gegen Tschechien scheint für die Spanier ein Selbstläufer. Die Tipico-Wettquoten stehen bei 1,55 : 4,0 : 6,5 zu Gunsten von Spanien, die Historie liefert ein ähnliches Bild. Spanien ging aus den letzten fünf Begegnungen vier Mal als Sieger hervor, einmal gab es ein Unentschieden. Die meiste Brisanz liefert das Eröffnungsspiel zwischen der Türkei und Kroatien. Die Quote 3,5 : 3,3 : 2,15 sieht die Kroaten im leichten Vorteil, ein Blick auf die letzten Begegnungen liefert aber kein eindeutiges Bild. Meist waren es sehr knappe Entscheidungen, viele Tore sind dafür vorprogrammiert.