EM Gruppe F Quoten & Tipps

Gruppe F

Die Gruppe F führt mit Neuling Island den auf dem Papier schwächsten Teilnehmer der Europameisterschaft. Zu den stärksten Vertretern der Gruppe zählen Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo und das Nationalteams Österreich. Der letzte Teilnehmer der Gruppe F mit zudem eher geringen Chancen auf ein Weiterkommen ist Ungarn, trainiert vom deutschen Bernd Stock.

Ungarn

Nach ungefähr dreißig Jahren hat es die ungarische Auswahl endlich mal wieder geschafft, sich für ein großes Turnier zu qualifizieren. Nichtsdestotrotz sind Zeiten von Puskas und Co. längst in Vergessenheit geraten, zumindest bei den jüngeren Fans entsteht alles andere als ein Glitzern in den Augen, wenn man von der ungarischen Nationalmannschaft zu sprechen beginnt. Linksaußen Stieber und Zentrumstürmer Szalai sind aus der Bundesliga bekannt, ansonsten ist noch Balász Dzsudzsák vom türkischen Erstligisten Bursaspor zu nennen.

Dzsudzsák war lange Zeit heiß umworben auf dem europäischen Markt, schaffte aber nie den endgültigen Durchbruch, geschweige denn den Wechsel zu einem absoluten Top-Verein. Die Süper Lig Saison 15/16 verlief zudem alles andere als herausragend. Vielleicht liefert die Europameisterschaft eine passende Bühne, sich den Frust ein bisschen von der Seele zu spielen. Fakt ist, und das weiß auch Bernd Stock, der als Co-Trainer in Deutschland einige Erfahrung sammeln konnte: Die Zulosung in Gruppe F ist wahrscheinlich das beste, was Ungarn passieren konnte. Ob ihnen jedoch der Sprung ins Achtelfinale gelingt, bleibt abzuwarten.

Island

Island mag Vielen kein wirklicher Begriff sein – zumindest was Fußball auf einem hohen Niveau angeht. Doch allein der Blick auf die Qualifikationsrunde, die sie als Zweiter beendeten und Teams wie die Niederlande gleich zweimal besiegten, zeigt, was in diesem Team steckt: Eine gehörige Ladung “bitte nicht unterschätzen”! Der Schwede Lars Lagerbäck formte aus einer bis dato bei internationalen Turnieren nie in Erscheinung getretenen isländischen Mannschaft ein fußballerisch und taktisch versiertes Team, das durch Spieler wie Swanseas Gylfi Sigurdsson angeführt wird.

Im Sturm spielt Augsburgs Finnbogason, der in der Rückrunde der Bundesliga immer wieder mit schönen Treffern für Aufsehen sorgte. Lagerbäck hat ein Auge für Talente und setzt vermehrt auf Spieler im Alter um die 23 Jahre, die ihren nächsten großen Schritt in Richtung europäische Topligen noch vor sich haben. Zuletzt besiegte man in einem Vorbereitungsspiel Griechenland mit 3:2 und konnte sich wieder einmal auf eine schlagkräftige Auswahl verlassen. Island wird, wie es sich für einen ambitionierten Debütanten gehört, alles versuchen, den Mittbewerbern um das Achtelfinale das Leben schwer zu machen. Und die Qualifikation zur EM 2016 hat gezeigt, dass sie dazu mehr als nur im Stande sind.

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Was wäre Portugal ohne CR7? Man weiß es nicht, man muss es aber auch nicht wissen. Denn Ronaldo ist nach einer weiteren, herausragenden Saison für Real Madrid mit 35 Toren und 11 Torvorlagen mehr als nur im Fluss. Mit 31 Jahren wird es seine letzte EM sein, und ob er von Verletzungen verschont bleibt bis zur nächsten Weltmeisterschaft in Russland, bleibt auch abzuwarten. Neuer Shootingstar könnte Renato Sanches werden, der ab der kommenden Saison für den FC Bayern München auflaufen wird. Über die Transfersumme wurde bereits wild spekuliert, sie liegt im Bereich von 40 bis 70 Millionen Euro.

Nicht zu vergessen: Für einen 18-jährigen Mittelfeldspieler! Ob er die Vorschusslorbeeren bestätigen kann, wird sich bereits bei der Europameisterschaft abzeichnen. Gelingt es ihm, genügend Vertrauen von Trainer Fernando Santos zu erhalten, so wird er seine Chance definitiv zu nutzen wissen. So wie Ronaldo der stetige Alleinunterhalter in der Offensive ist, bleibt auch die Tortwartposition der Portugiesen seit Jahren von Rui Patricio besetzt. Der Torhüter von Sporting Lissabon spielte in der vergangenen Saison 18 Mal zu Null, ist auch im Nationalteam die unbestrittene Nummer eins.

Und genau das ist auch ein bisschen das Problem. Es gelingt Portugal seit Jahren nicht, mehrere talentierte Spieler in die Nationalmannschaft zu überführen. Meistens handelt es sich um einzelne Spieler, die als Jahrhundertalente gelten, den Ansprüchen aber nicht gerecht werden können. Nach Luis Figo und Ronaldo ist es aber nun an der Zeit, den nächsten großen Wurf zu landen. Sowohl als Mannschaft, als auch in der Findung eines alles überragenden Einzelspielers – ganz wie es das Selbstverständnis der Portugiesen voraussetzt.

Österreich

Das, was Ronaldo für Portugal ist, kann David Alaba für die Österreicher werden. Der Bayern-Profi gewann zum dritten Mal nacheinander die Wahl zu Österreichs Fußballer des Jahres. Und das völlig zu Recht, wenn man sich seine Spielweise betrachtet und seine Effektivität mit seinem demütigen, leicht zurückhaltenden Charakter nicht außer Acht lässt. Der Außenverteidiger der Bayern spielt in Österreichs Nationalelf die erste Geige im Mittelfeld, ist Dreh- und Angelpunkt, quirliger Taktgeber und brandgefährlich bei Standardsituationen.

Marcel Koller ist Taktikfuchs genug, dass er auf Kopfmonopole verzichtet und auf weitere verlässliche Starspieler in den eigenen Reihen baut. Dazu zählt beispielsweise Außenverteidiger Fuchs von Leicester, der nicht umsonst bei den Top-Klubs Europas auf dem Einkaufszettel steht. Und da ist ja auch noch Stokes Marko Arnautovic: Genie und Wahnsinn liegen bei ihm ähnlich nah beieinander wie bei Balotelli, ganz die Karriere konnte der Österreicher leider nicht hinlegen. Und trotzdem ist er als Stürmer gesetzt, seine Durchschlagskraft und Athletik sind nur schwer zu ersetzen. Das ÖFB-Team hat allemal die Chancen, dieses Jahr bei der EM 2016 einiges zu reißen. Ob es zum ganz großen Wurf reicht, bleibt abzuwarten – das Achtelfinale ist aber Mindestanforderung an einen so breit und qualitativ hochwertig besetzten Kader.

Wettquoten Gruppe F

Für die Portugiesen geht es im ersten Gruppenspiel ausgerechnet gegen das Überraschungsteam aus Island. Die Quoten bei Tipico sehen Portugal klar im Vorteil, sie stehen bei 1,62 : 3,7 : 6,0. Und dennoch ist klar, dass die Isländer nach ihrer überragenden Qualifikation definitiv nicht unterschätzt werden sollten. Hier birgt sich wahrscheinlich die Wundertüte der EM 2016 schlechthin. Gestaltet das isländische Team ihr erstes Match erfolgreich, ist nicht auszumalen, wo es für sie noch hingehen kann.

Am zweiten Spieltag trifft Portugal auf Österreich, die Tipico-Quote steht bei 2,25 : 3,3 : 3,3. Leichter Vorteil Portugal also. Betrachtet man die letzten fünf Begegnungen der beiden Teams, so konnte sich keiner von beiden wirklich durchsetzen. Drei Unentschieden und jeweils ein Sieg gelang – beim zweiten Gruppenspiel geht es aber wohl schon um alles. Damit wird dieses Aufeinandertreffen mit Sicherheit das ereignisreichste Spiel der Gruppe F.

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